EINFACH EIN PASSENDER MATCH

McDonald’s Environment Manager Heinz Hänni und GOFAST Geschäftsführer Domenic Lanz im Gespräch über die Kooperation zum Ausbau des Schweizer Schnelllladenetzes.

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Im Dezember 2020 lanciert der Schweizer Schnellladeanbieter GOFAST zusammen mit McDonald’s Schweiz ein ambitioniertes Projekt zum Ausbau der Ladeinfrastruktur für E-Autos in der Schweiz. Bis Ende 2022 soll der Grossteil der fast 90 McDrive-Restaurants mit Schnellladestationen ausgerüstet werden. Am Ursprung der Kooperation steht Heinz Hänni, der als Environment Manager bei McDonald’s Schweiz seit 10 Jahren an der Verbesserung der Umweltauswirkungen der fast 170 McDonald’s Restaurants in der Schweiz arbeitet. Wir trafen Heinz Hänni und Domenic Lanz zum Gespräch über das spannende Projekt und zukünftige Entwicklungen in der E-Mobilität.

Herr Hänni, was hat McDonald’s dazu bewegt, die McDrives schweizweit mit E-Ladestationen auszurüsten?
Hänni: Unsere Burger und Pommes werden seit 10 Jahren ausschliesslich mit Öko-Strom aus Wasserkraft zubereitet. Für uns ist es wichtig, auf erneuerbare Energiequellen zu setzen und die Ressourcen zu schonen. Somit konnten wir die energiebedingten CO2-Emissionen pro Schweizer Big Mac in den letzten 10 Jahren um 45 Prozent senken. Die E-Tankstellen von GOFAST passen da perfekt in unser Umweltkonzept. Mit unserem Netzwerk an fast 90 McDrives – gut verteilt über die ganze Schweiz – helfen wir mit, die E-Mobilität hierzulande für mehr Menschen weiter zugänglich zu machen.

Setzen sie bei ihrer Logistik auch auf E-Mobilität?
Hänni: Zurzeit werden unsere Zutaten, die wir zu mehr als 80 Prozent bei Schweizer Lieferanten einkaufen, nicht mit einem E-Lastwagen in die Restaurants transportiert. Dafür setzen wir auf den umweltfreundlichen Kombiverkehr Zug und Lastwagen, die unter anderem mit Biodiesel betrieben werden. Wir lassen aus dem gebrauchten Frittieröl aus unseren Restaurants Biodiesel herstellen und somit schliesst sich der Kreis.

Herr Lanz, sie sprechen bei der Partnerschaft mit McDonald’s von einem Glücksfall für die E-Mobilität. Was meinen sie damit?
Lanz: Damit meine ich einerseits die Erweiterung unseres Ladenetzes mit fast 90 neuen Schnellladestationen an sehr guter Lage. Aber in erster Linie meine ich damit auch die ideale Kombination der beiden Angebote. Die erste Generation von E-Autofahrenden hat aus lauter Idealismus schlecht gelegene und teilweise auch schlecht funktionierende öffentliche Ladestationen in Kauf genommen. Im Moment befinden wir uns an der Schwelle zu einem neuen Kundensegment. Die nächste Generation von E-Autofahrenden will sich nicht mehr mit diesen Kinderkrankheiten herumschlagen. Sie erwartet ein reibungsloses Laden, das sich auch noch mit anderen Bedürfnissen, wie zum Beispiel Essen oder Einkaufen kombinieren lässt. Die Partnerschaft mit McDonald’s ist daher richtungsweisend.

Das gleiche würde dann auch für Einkaufszentren oder andere Einrichtungen mit hoher Besucherfrequenz gelten?
Lanz: Ja genau. In Zukunft werden wir grundsätzlich primär einkaufen gehen, essen gehen oder ins Kino gehen; und während wir das tun, lädt unser Auto seine Batterien. Wir gehen davon aus, dass Einrichtungen dieser Art ihren Kunden in Zukunft Schnellladelösungen für E-Autos anbieten müssen.

Herr Hänni, wie ist McDonald’s bei der Suche nach einem geeigneten Partner vorgegangen?
Hänni: Uns sind langjährige Partnerschaften wichtig – Bell aus Oensingen hat beispielsweise bereit vor 45 Jahren das Rindfleisch für den ersten Schweizer Big Mac geliefert. Verlässliche und innovative Partner helfen uns auch dabei, uns stetig zu verbessern und unseren Gästen einen noch besseren Service zu bieten. Vor zwei Jahren haben wir unsere Strategie zum Ausbau der Ladeinfrastruktur neu evaluiert und haben uns in einem Ausschreibungsverfahren für die Schnellladelösung von GOFAST entschieden.

Warum ist die Wahl auf GOFAST gefallen?
Hänni: Unsere Gäste lieben unseren schnellen, freundlichen Service, deshalb sollen sie auch ihr E-Auto schnell laden können. Bei den Schnellladesäulen von GOFAST können sie während dem Genuss eines Big Mac Menüs Strom für 300 Kilometer tanken. Das hat uns überzeugt.
Uns ist es auch wichtig, mit erfahrenen Partnern zusammenzuarbeiten, die das Produkt am Markt anbieten, das am geeignetsten für unsere Bedürfnisse ist. GOFAST ist der Schweizer Pionier bei den superschnellen E-Ladestationen und hat sich gleichen Werten wie wir verpflichtet: Nachhaltigkeit, Verlässlichkeit und lokale Verankerung. Somit ist es einfach ein passender Match.
Und auch die Zusammenarbeit mit GOFAST erweist sich seit der ersten Stunde als sehr partnerschaftlich. Wir haben beide immer die Bedürfnisse der Kunden im Fokus.

Herr Lanz, gibt es nicht schon genügend Ladestationen im Verhältnis zu den E-Autos in der Schweiz?
Lanz: Im Moment gibt es möglicherweise noch genug öffentliche Ladestationen im Verhältnis zur Anzahl von Elektroautos in der Schweiz. Die Anzahl neu zugelassener E-Autos nimmt aber extrem schnell zu und wird sich in den nächsten Jahren im Massenmarkt etablieren. Aber wir wollen der Nachfrage auch immer einen Schritt voraus sein, denn niemand wartet gerne auf einen freien Ladeplatz. Wir sind daher auf dem richtigen Weg und tun gut daran das Schnellladenetz mit attraktiven Partnerschaften weiter auszubauen.

*Das Interview wurde schriftlich geführt.

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